Nachlass Kinkel

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Aufruf zur Bildung eines demokratischen Vereins
Aufruf zur Bildung eines demokratischen Vereins / Fr. Althaus.
Ad. Fels. Gottfried Kinkel ... - Bonn, 27. Mai 1848 (S2702 : 2 : 6)

Der Theologe, Kunsthistoriker, Dichter und Revolutionär Gottfried Kinkel (1815 - 1882) zählt zu den bedeutenden Persönlichkeiten der Revolution 1848/1849 im Rheinland. Nach Beendigung seines Studiums der evangelischen Theologie 1837 war Kinkel zunächst als Dozent für Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn tätig, trat jedoch nach seiner Heirat mit der geschiedenen Komponistin, Pianistin und Musiklehrerin Johanna Mathieux, geb. Mockel, gezwungenermaßen zur philosophischen Fakultät über, wurde dort 1845 promoviert und 1846 zum Professor für Kunst- und Literaturgeschichte ernannt.

Wegen seiner Beteiligung am badisch-pfälzischen Aufstand 1849 wurde Gottfried Kinkel zu lebenslanger Zuchthausstrafe verurteilt. 1850 gelang ihm die Flucht nach London, wo er bis 1866 lebte. Von 1866 bis zu seinem Tod 1882 hielt sich Kinkel in Zürich auf.

Die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn erhielt den Nachlass Kinkel in zwei Tranchen, von denen die erste 1928/29 erworben wurde, die zweite 1959.

Anlässlich des 200. Geburtstages von Gottfried Kinkel am 11. August 2015 digitalisiert die ULB Bonn aus dem Nachlass die Unterlagen, die sich mit seinem politischen Wirken im Revolutionsjahr 1848 befassen. Es handelt sich um Briefe und Manuskripte, vor allem aber um Zeitungsausschnitte, die Kinkels politisches Wirken zunächst in Bonn und dann als Abgeordneter in Berlin, seine Gefangenschaft, seinen Prozess in Köln 1849, seine Haft in Naugard und Spandau sowie seine Flucht nach England und das Exil in London beleuchten. Darüber hinaus sind auch Kompositionen Johanna Kinkels sowie Veröffentlichungen von oder über Gottfried Kinkel in den Digitalen Sammlungen der ULB Bonn zu finden.